
Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da! Er bringt eine Fülle von Laub in unsere Gärten. Im Oktober und November werfen die Laubgehölze in unseren Gärten ihre Blätter ab und bedecken den Boden mit einem weichen Teppich aus leuchtenden Farben. Was zunächst anmutig-herbstlich erscheint, entpuppt sich für viele Gartenbesitzer als herausfordernde Aufgabe. Denn auch wenn das Laub zum Herbst gehört: An manchen Stellen können die verrottenden Blätter durchaus stören und es stellt sich die Frage: Wohin mit dem ganzen Laub?
In diesem Beitrag finden Sie hilfreiche Vorschläge sowie praktische Tipps und Tricks zum Thema Laub sammeln und kompostieren.
Wenn imHerbst die Blätter von den Bäumen segeln, sieht das nicht nur wunderschön aus, sondern die herabfallenden Blätter erweisen sich in vielerlei Hinsicht als äußerst nützliches Gut. Besonders wichtig ist dabei der Nutzen des Laubs für die Tierwelt. Wir möchten daher unbedingt betonen, dass nicht jedes Blatt aus dem Garten verschwinden sollte.
Laubbläser und Laubsauger stellen für viele Kleintiere eine erhebliche Gefahr dar, und ein vollständig aufgeräumter Garten ohne jegliche Laubhaufen ist für die Biodiversität eine Katastrophe. Lassen Sie deshalb gezielt einige Laubhaufen stehen, kehren Sie die Blätter unter Hecken oder in geschützte Beete und Ecken. So schaffen Sie ein Eldorado an Überwinterungsmöglichkeiten für allerlei Insekten, Igel und andere Gartenbewohner.
Natürlich ist es aber auch verständlich, wenn Sie etwas gegen zu große Laubmassen in Ihrem Garten unternehmen möchten. Denn wenn große Mengen an Laub auf dem Rasen liegen bleiben, kann dieser ersticken oder im Wachstum beeinträchtigt werden. Außerdem kann das Laub, wenn es nicht entfernt wird, zu einem Nährboden für Schädlinge und Krankheiten werden. Durch das regelmäßige Sammeln und Entfernen des Laubs fördern Sie also auch die Gesundheit Ihres Rasens und der Pflanzen in Ihrem Garten.
Eine besonders effektive Möglichkeit zur Weiterverwendung ist das Kompostieren des Laubs. Dafür können Sie das gesammelte Laub entweder in schwarzen Säcken sammeln oder einen speziellen Laub-Kompost anlegen, in dem Sie das Laub in den Herbstmonaten sammeln und dort an Ort und Stelle verrotten lassen.
Auch wenn das Kompostieren von Laub seine Zeit braucht, bietet die daraus gewonnene Erde beachtliche Vorteile. Die Lauberde ist nicht nur kostenfrei, sondern auch von besonders hoher Qualität. Sie zeichnet sich durch eine sehr feine Struktur aus und ist nahezu frei von Wildkräutersamen und Wurzelresten. Dies macht sie zu einer idealen Erde für die Verwendung in Beeten, Töpfen oder Kübeln im Garten.
Grundsätzlich eignen sich alle Arten von Laub für einen Laubkompost. Wichtig ist dabei vor allem, dass das Laub möglichst gesund und pilzfrei ist. Laub von Obstbäumen wie Kirsche, Apfel und Birne verrottet im Übrigen schneller als beispielsweise Eichen-, Kastanien- oder Buchenblätter. Auch Ahorn, Esche und Linde zersetzen sich verhältnismäßig zügig.
Wie kann man Laub schnell kompostieren? Diese Frage stellen sich wohl viele Gärtnerinnen und Gärtner, wenn im Herbst Rasen und Beete in einer schier unaufhaltsamen Blätterflut versinken. Besonders in Gärten mit vielen großen Bäumen und dichten Laubhecken häuft sich im Oktober und November oft mehr Laub an als erwünscht. Die ehrliche Antwort lautet allerdings: Es braucht seine Zeit. Gut Ding will Weile haben, und das Warten lohnt sich wirklich. Sie werden mit wunderbarer Lauberde belohnt, für die Sie keinen Cent bezahlen müssen.
Es gibt zwei bewährte Methoden, um aus dem Laub im Garten hochwertige Erde zu gewinnen:
Nach dem Ansetzen des Laub-Komposts heißt es dann nur noch warten. Das Laub benötigt rund ein bis zwei Jahre, um vollständig zu Erde zu reifen.
Wie Sie sehen, ist das Sammeln und Kompostieren von Laub eine wirklich einfache, kostengünstige und effiziente Methode, um feinste und qualitativ hochwertige Erde für Ihren Garten zu gewinnen. Probieren Sie es im nächsten Herbst doch selbst einmal aus. Wir wünschen Ihnen viel Freude und reichlich Erfolg dabei!
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