Clematis pflanzen

Clematis schneiden und pflegen

Für viele Gartenfans ist die Clematis der Inbegriff einer dekorativen Kletterpflanze. Mit ihren üppigen und farbenfrohen Blüten verschönert sie nicht nur Gärten, Balkone und Terrassen – als Futterpflanze dient sie auch vielen Insekten als Nahrungsquelle und ist somit in doppelter Hinsicht ein doppelter Gewinn.

Was genau Sie bei der Pflanzung der Clematis beachten müssen, welchen Standort die Rankpflanzen benötigen und wie Sie die Rebe beim Wachstum unterstützen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wann Clematis pflanzen: Der richtige Zeitpunkt

Bevor Sie eine Clematis in Ihrem Garten oder auf dem Balkon pflanzen, haben Sie angesichts der Sortenvielfalt die Qual der Wahl. Allerdings ist hier kaum von einer Qual zu sprechen – schließlich ist jede Clematis-Art auf ihre Weise wunderschön. Clematis, auch Waldreben genannt, gibt es inzwischen in nahezu jeder Variante: klein- oder großblütig, weiß, lila oder pink, als Kletter-, Topf- oder Staudenpflanze. Entscheidend sind allein Ihr persönlicher Geschmack und der gewünschte Standort. Zu Beginn sollten Sie für sich unter anderem folgende Fragen klären:

  • Welche Farbe soll Ihre Clematis haben?
  • Wo soll Ihre Clematis stehen? (Beet, Kübel oder Topf)
  • Wie viel Platz hat Ihre Clematis? (viel Raum nach oben oder eher begrenzter Platz)
  • Welche Blütenform bevorzugen Sie? (kleinblütig oder großblütig)
  • Wann soll Ihre Clematis blühen? (früh im Jahr oder spät im Sommer)

Sofern Sie diese Fragen geklärt haben, können Sie sich gezielt auf die Suche nach der passenden Clematis-Pflanze begeben. Mit ausreichend Platz können Sie bei der Auswahl auch auf eine attraktive Kombination verschiedener Sorten setzen und so vom Frühjahr bis in den Herbst von unterschiedlichen Blühzeiten profitieren. Die meisten Clematis-Arten lassen sich problemlos miteinander kombinieren. Zusammen ergeben sie ein Meer aus Blüten und Blättern, mit dem Sie beispielsweise Pavillons oder Pergolen wunderschön begrünen können.

Je nach Art und Sorte gibt es möglicherweise auch einige Besonderheiten zu beachten. Halten Sie sich bei der Pflanzung daher möglichst an die Hinweistexte, die der jeweiligen Pflanze beiliegen.

Generell lässt sich jedoch sagen, dass der Spätsommer und der Herbst – genauer zwischen August und Oktober – die ideale Zeit für das Pflanzen der meisten Clematis-Sorten ist. Zu diesem Zeitpunkt hat der Boden die optimale Temperatur, die die Clematis benötigt, um gut anzuwachsen. Hinzu kommt, dass die Clematis dank einer Pflanzung im Vorjahr einen Wachstumsvorsprung hat, sodass sie in der kommenden Saison mit voller Kraft in die Blüte starten kann.

Rankhilfen

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Clematis pflanzen und pflegen: Standortwahl und Pflanzung

Der Standort der Clematis sollte mit Bedacht gewählt sein: Wie der Name „Waldrebe“ verrät, mag die Clematis es zwar sonnig und warm, ihre Wurzeln liegen dabei aber gerne schattig und etwas kühler – genau so, wie es ihrem natürlichen Habitat, dem Laubwald, entspricht. Achten Sie also darauf, dass die Clematis an einem warmen, aber geschützten Ort steht. Als Kletterpflanze benötigt sie unbedingt eine Rankhilfe in unmittelbarer Nähe. Das kann eine Haus- oder Terrassenwand, ein Sichtschutz oder Rankgitter auf dem Balkon, ein Rankobelisk oder sogar ein großer Pavillon im Garten sein.

  • Bevor die Clematis gepflanzt wird, sollten Sie sie vorsichtig aus ihrem Container nehmen und den Wurzelballen in einen Eimer mit Wasser stellen, damit er sich vor dem Einpflanzen vollsaugen kann. 
  • Währenddessen können Sie das Pflanzloch ausheben. Es sollte etwa doppelt so tief sein wie der Pflanzballen selbst – so haben die Wurzeln der Clematis genügend Platz, um sich tief in der Erde zu verankern. 
  • Clematis mögen humusreichen, feuchten Boden. Ist dieser beim Einpflanzen zu fest, lockern Sie ihn mit einem Spaten oder einer Spatengabel etwas auf. Dies erleichtert der Clematis später das Anwachsen. Noch besser ist es, den Erdaushub vorab mit etwas Kübelpflanzenerde zu vermischen. Diese Erde enthält einen hohen Sandanteil und macht den Boden schön durchlässig, wodurch Staunässe verhindert wird.
  • Wenn der Wurzelballen gut durchfeuchtet und das Pflanzloch tief genug ausgehoben ist, kann die Clematis – möglichst schon in Richtung der Rankhilfe ausgerichtet – eingesetzt werden. 
  • Entfernen Sie bei Bedarf vorsichtig die untersten Blätter in Wurzelnähe. Diese können unter der Erde leicht faulen und die Clematis schwächen. 
  • Füllen Sie das Pflanzloch anschließend mit dem Erde-Sand-Gemisch auf. Danach wird die Erde behutsam festgetreten und zum Schluss kräftig gewässert
  • Um den Wurzelballen vor Hitze und Austrocknung im Sommer zu schützen, können Sie den Wurzelbereich großzügig mit Rindenmulch bedecken.
  • Zu guter Letzt sollte die Clematis gleich bei der Pflanzung an ihrer Rankhilfe befestigt werden. Hierfür eignet sich zum Beispiel eine Hohlschnur, mit der Sie die Ranken der Clematis an der Kletterhilfe locker festbinden können. 

Dieses Vorgehen sorgt anfangs für die richtige Wuchsrichtung und unterstützt die Pflanze dabei, selbst bei Wind und Wetter am vorgesehenen Platz zu bleiben. Spätestens nach zwei bis drei Jahren hält sich die Clematis von selbst an der Kletterhilfe und benötigt in der Regel keine zusätzliche Befestigung mehr.

Clematis pflanzen: Unsere 5 Einpflanztipps

Entscheidend sind der vorhandene Platz, der gewünschte Blütezeitpunkt und Ihre persönlichen Vorlieben hinsichtlich Blütenform und -farbe.

Wählen Sie einen warmen bis halbschattigen Standort – im oberen Bereich viel Licht und im Wurzelbereich Schatten.

Der ideale Pflanzzeitraum ist Spätsommer bis Herbst.

Setzen Sie die Clematis in ein tiefes, gelockertes Pflanzloch mit sandiger Erde.

Pflanzen Sie die Clematis in die Nähe einer Rankhilfe und binden Sie die jungen Triebe anfänglich mit einer Hohlschnur locker fest.

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