Anzucht und Vorkultur von Gemüse

Gemüse Saatgut

Wer im Sommer in eine selbstgezogene, saftige Tomate aus dem Hochbeet oder in eine knackige Gurke aus dem Gewächshaus beißt, weiß: Selbst anbauen lohnt sich. Ganz gleich, wie viel Zeit und Mühe darin steckt – der Geschmack spricht für sich.

Am Anfang jeder kräftigen Tomaten-, Gurken-, Kohlrabi- oder Zucchinipflanze steht jedoch die Anzucht. Nur mit einer gezielten Vorkultur können sich die zarten Jungpflanzen zu starken Gemüsepflanzen entwickeln. Wer diesen Schritt überspringen möchte, greift auf Setzlinge aus dem Fachhandel zurück – spart sich dadurch zwar Arbeit, aber eben auch die Freude des eigenen Aufziehens.

Gemüse im Frühjahr vorziehen – So gehen Sie vor

Einige Gemüsearten lassen sich ab dem Frühjahr direkt ins Beet säen. Doch viele wärmeliebende Sorten – wie Tomaten, Gurken, Paprika, Chilis oder Auberginen – sollten in unseren Breitengraden vorgezogen werden.

Für eine erfolgreiche Anzucht lohnt sich hochwertiges (Bio-)Saatgut mit hoher Keimfähigkeit. Auch gute Anzuchterde ist entscheidend: Sie sollte locker, gut durchlässig und nährstoffarm sein – so wird die Wurzelbildung angeregt.

Die meisten Gemüsesorten bevorzugen beim Keimen eine konstante Temperatur von 18–22 °C. Paprika und Chilis mögen es noch wärmer – 25–28 °C sind hier ideal. Gleichzeitig brauchen die Pflänzchen viel Licht, aber keine direkte Mittagssonne.

Für die Bewässerung empfiehlt sich eine feine Handbrause, damit das Wasser sanft und gleichmäßig verteilt wird – ohne die empfindlichen Setzlinge zu beschädigen.

Tipp: Vergessen Sie nicht, den Raum regelmäßig zu lüften, um Schimmelbildung vorzubeugen. Und sobald die Keimlinge größer werden, sollten sie vereinzelt (pikiert) und in größere Gefäße umgesetzt werden. So haben sie genug Platz zum Wachsen.

Sobald die Jungpflanzen kräftig genug sind, können sie ins Beet, ins Gewächshaus oder in große Pflanzgefäße umziehen.

vorgekeimte Gemüse Setzlinge

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Warum Anzucht und Vorkultur den Gemüseanbau erfolgreicher machen

Durch die Anzucht und Vorkultur erhalten wärmeliebende Gemüsesorten einen entscheidenden Entwicklungsvorsprung. Gleichmäßige Temperaturen, kontrollierte Feuchtigkeit und ausreichend Licht fördern kräftige Wurzeln und stabile Pflanzen. So wachsen Tomaten, Gurken oder Paprika nach dem Auspflanzen schneller an und bringen früher Ertrag.


„Vorkultur lohnt sich immer dann, wenn Gemüse Wärme, Zeit und einen guten Start benötigt.“


Aussaatkalender: Wann welches Gemüse vorziehen?

Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Gemüsesorten für die Anzucht – inklusive Zeitpunkt und Besonderheiten:

Gemüseart Aussaatzeitpunkt Besonderheit
Paprika ab Anfang Februar Keimt bei 25–28 °C besonders gut
Chili ab Mitte Februar Keimdauer: 25–30 Tage
Kohlrabi ab Mitte Februar Ab Mitte März auch Direktsaat im Freiland möglich
Blumenkohl ab Ende Februar Beste Keimtemperatur: 18 °C
Aubergine ab Anfang März Keimt bei 22–24 °C, Abdeckung kann helfen
Tomate ab Mitte/Ende März Keimt bei 20–25 °C, Jungpflanzen mögen 18 °C
Gurke ab Anfang/Mitte April Direktsaat im Freiland ab Mitte Mai ebenfalls möglich
Zucchini ab Ende April/Anfang Mai Kurze Anzuchtzeit, Freilandaussaat ab Mitte Mai

Bei der Anzucht wachsen Pflanzen zunächst geschützt in Töpfen oder Schalen heran, während sie bei der Direktsaat sofort ins Beet gesät werden.

Tomaten, Paprika oder Auberginen benötigen lange Wachstumszeiten und konstante Wärme. Durch die Vorkultur können sie früher starten und besser ausreifen.

Sehr wichtig. Nährstoffarme, lockere Anzuchterde fördert eine stabile Wurzelbildung und verhindert ein zu schnelles, instabiles Wachstum.

Sobald sie kräftig genug sind und keine Frostgefahr mehr besteht – in der Regel ab Mitte Mai.

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