Offene Beetflächen mulchen

Ladefläche voll Mulch

Mulchen zählt zu den wichtigsten Maßnahmen für einen gesunden Gartenboden. Eine Mulchschicht schützt die Erde vor Austrocknung, unterdrückt Unkraut und versorgt den Boden gleichzeitig mit wertvollen Nährstoffen. Je nach Pflanze und Standort eignen sich unterschiedliche organische oder mineralische Mulchmaterialien.

Egal ob Haselnuss, Hortensie, Himbeere, Kartoffeln oder Erdbeeren: Auf gesundem Boden wachsen und gedeihen Zier- und Gemüsepflanzen, Sträucher und Gehölze in unserem Garten wesentlich besser. Das Ergebnis: Kräftige und gesunde Pflanzen mit üppigen Blüten und reichem Ertrag. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, beim Gärtnern das Thema Bodenqualität im Blick zu behalten. Geübte Gartenfans wissen es sicherlich schon lange: Mulchen ist im Garten ein absolutes Muss! Was genau es mit dem Mulch auf sich hat und welche Mulcharten es überhaupt gibt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was ist Mulchen und warum lohnt es sich?

Als erstes müssen wir an dieser Stelle die Frage klären, was genau Mulchen eigentlich bedeutet. Mit “Mulch” ist ein organisches oder anorganisches Material für den Garten gemeint, das für die Bodenabdeckung in Beeten, unter Gehölzen oder auf Wegen genutzt zum Einsatz kommt. Der Mulch wird ein- oder mehrmals in regelmäßigen Abständen auf die entsprechenden Bereiche im Garten ausgebracht und kann an Ort und Stelle seine Wirkung entfalten. Das Mulchen ist in vielen Gärten ein absolutes Must-have, schließlich versorgt eine Mulchschicht den Boden u.a. mit jeder Menge Nährstoffen. Man könnte auch sagen: Mulch ist Futter für den Boden. Es gibt aber auch viele weitere triftige Gründe, warum das Mulchen im Garten eine gute Idee ist:

  • Mulch verhindert das Austrocknen des Bodens, hält die Erde schön feucht und schützt den Boden vor UV-Licht – dies ist besonders in den warmen Sommermonaten sehr nützlich
  • Mulch schützt den Boden vor Witterungseinflüssen wie Schnee, Starkregen und Frost – ein Vorteil, besonders in den kalten Wintermonaten
  • Mulch ist ein natürlicher Dünger und versorgt die Erde und Pflanzen mit vielen wichtigen Nährstoffen
  • Mulch unterdrückt das Unkrautwachstum und erleichtert uns somit die Gartenarbeit
  • Mulch hält den Boden schön locker und schafft dem Regenwurm somit die besten Lebens- und Arbeitsbedingungen, dies sorgt wiederum für nährstoffreichen Humus

Das Mulchen erleichtert uns also die Arbeit im Garten: Wir müssen weniger gießen, weniger jäten und weniger düngen. Außerdem werden wir in der Regel mit einer üppigen Blüte und einer reichen Ernte belohnt. Die Vorteile dieser vergleichsweise einfachen Gartenarbeit liegen also auf der Hand.


Eine frische Mulchschicht wirkt im Garten fast wie eine schützende Decke – sie bewahrt die Feuchtigkeit im Boden und sorgt langfristig für kräftige, gesunde Pflanzen.


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Mulchen mit Rasenschnitt & Co: Welche Möglichkeiten gibt es?

Stellt sich also nun die Frage, welche Arten von Mulch zur Verfügung stehen. An erster Stelle können wir hier zwischen organischen und anorganischen Mulch-Arten unterscheiden. Organischer Mulch kann teilweise im eigenen Garten gewonnen werden, das ist nicht nur praktisch, sondern auch noch völlig kostenfrei. Andere Mulch-Arten kann man im Fachhandel oder über die Land- und Forstwirtschaft beziehen.

Zu den organischen Mulchvariaten gehören u.a.:

1.

Rasenschnitt aus dem Garten (am besten über Nacht leicht angetrocknet): Für Beete und Stauden bestens geeignet; unterdrückt das Wachstum von Unkraut und sollte ca. 3-5cm hoch auf die Erde gebracht und nach Bedarf immer wieder erneuert werden.

2.

Grober Kompost (am besten ungesiebt): Eignet sich für “tote” bzw. nährstoffarme Böden und belebt diese wieder mit Pilzen und Kleinstlebewesen

3.

Laubkompost (über den Winter verrottet und im Frühjahr ausgebracht): Bringt Leben in den Boden und hält die Feuchtigkeit in der Erde; kann bis zu 20-25cm hoch aufgetragen werden

4.

Heu: Düngt den Boden sehr gut, muss in der Regel nur 1x im Jahr aufgetragen werden

5.

Rindenmulch: Ein Klassiker für Wege und Zugänge, unterdrückt das Wachstum von Unkraut; in Kombination mit Hornspäne auch für Sträucher geeignet, die einen sauren Boden benötigen wie beispielsweise Heidel- oder Himbeeren

6.

Holz/Biofaser: Wunderbar als Dünger und Schutzschicht für Gemüse- und Hochbeete, optisch ansprechend

7.

Abgelagerter Pferdemist: Sehr nährstoffreicher, belebender Mulch, besonders geeignet um beispielsweise Rosen zu mulchen

Zu den anorganischen Mulchvariaten zählen u.a. Lava, Basaltsplit oder Sand. Diese Arten können über den Fachhandel bezogen werden und eignen sich sich beispielsweise super für Töpfe und Pflanzkübel aller Art. Neben losen anorganischen Mulcharten gibt es außerdem noch die Möglichkeit, Mulchfolien oder Vlies auf die Beete zu legen. Diese kommen vorrangig zum Einsatz, wenn größere Flächen oder Beete neu angelegt werden und an diesen Stellen das Wachstum von Unkraut gehemmt werden soll.

Die Folie oder das Mulchvlies wird an den entsprechenden Stellen eingeschnitten, mit Stauden, Gehölzen, etc. bestückt und im Anschluss mit einer losen Mulchschicht bedeckt.

Diese Mulchvarianten sind wasserdurchlässig und lösen sich in der Regel nach 2-3 Jahren vollständig auf.


Der richtige Zeitpunkt: Wann mulchen?

Einen unpassenden oder den einzig wahren Zeitpunkt zum Mulchen gibt es übrigens nicht. Im besten Falle wird auf offenen Flächen von Frühjahr bis Herbst durchgängig gemulcht.

Nur bei einer neuen Aussaat sollten Sie warten, bis die Pflanzen in etwa 10-15cm hoch gewachsen sind, um die Keimlinge unter dem Mulch nicht zu ersticken. Sobald die Niederschlagsrate im späten Herbst zunimmt, können Sie das Mulchen im Garten reduzieren, um die Gefahr von Fäulnis zu minimieren.

Mulchen mit Rasenschnitt

Häufige Fragen zum Mulchen

Mulchen ist grundsätzlich vom Frühjahr bis in den Herbst möglich. Nur bei frischer Aussaat sollte zunächst gewartet werden, bis die Jungpflanzen ausreichend groß sind.

Für Gemüsebeete eignen sich Rasenschnitt, Kompost oder Heu besonders gut, da sie den Boden zusätzlich mit Nährstoffen versorgen.

Ja, leicht angetrockneter Rasenschnitt ist ein sehr beliebtes Mulchmaterial und eignet sich hervorragend für Beete und Staudenflächen.

Je nach Material reicht meist eine Schicht von etwa drei bis fünf Zentimetern aus.

Nicht unbedingt. Einige Pflanzen bevorzugen eher neutrale Böden, während Rindenmulch den Boden leicht ansäuern kann.

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Welche Pflanzen sollte man besser nicht mulchen?


Zum Beispiel:

  1. mediterrane Kräuter
  2. sehr trockene Standorte
  3. empfindliche Jungpflanzen
  4. Pflanzen mit Fäulnisneigung